Zum Inhalt springen

Entscheidungsvorlage


Managementunterlage zur internen Entscheidung: Optionen, Kriterien, Szenarien und ein umsetzbarer 30/60/90-Tage-Fahrplan – nachvollziehbar und abnahmefähig.
 
Die Entscheidungsvorlage ist das Premium-Produkt der drei Rechercheleistungen. Sie verdichtet eine komplexe Fragestellung in eine prüffähige
Entscheidungsgrundlage: klar definierte Optionen, transparente Bewertungslogik, dokumentierte Annahmen und Grenzen sowie ein konkreter Umsetzungsfahrplan.
Die Entscheidung bleibt beim Auftraggeber; die Vorlage liefert die strukturierte Grundlage dafür.
 

Zur Übersicht „Recherche“ | Kontakt aufnehmen

Wann ist eine Entscheidungsvorlage sinnvoll?

  • Mehrere Handlungsoptionen stehen im Raum und müssen nachvollziehbar verglichen werden.
  • Die Entscheidung hat hohe Tragweite (Budget, Risiko, Zeit, strategische Wirkung).
  • Stakeholder müssen auf eine gemeinsame, prüffähige Entscheidungsgrundlage gebracht werden.
  • Sie wollen einen konkreten Pfad zur Umsetzung statt einer reinen Informationssammlung.

Abgrenzung zu Profil-Radar und Profil-Recherche

  • Profil-Radar (Abo): laufendes Monitoring/Updates im definierten Scope, kein Entscheidungsdokument.
  • Profil-Recherche (beauftragt): strukturierte Ausarbeitung mit Quellenbasis und Kontext; liefert die Fakten- und Befundbasis.
  • Entscheidungsvorlage: darüberliegende Managementstruktur (Optionen, Kriterien, Szenarien, Empfehlung, Fahrplan).

Pakete

Paket S: Entscheidungs-Check (Einstieg)

Ziel: Schnelle, klar begrenzte Entscheidungsorientierung für eine überschaubare Fragestellung.

Geeignet für: frühe Phase, wenn 1–2 Optionen gegenübergestellt werden sollen.

Deliverables (verbindlich):

  • Kurzvorlage (3–6 Seiten) als PDF
  • Executive Summary (Entscheidungsfrage, Zielbild, Empfehlung in Kurzform)
  • Optionenvergleich: maximal 2 Optionen (optional plus „Nichtstun“)
  • Kriterienkatalog (kompakt) + qualitative Bewertung mit Begründung
  • Annahmen und Grenzen (kurz, explizit)
  • Nächste Schritte (30-Tage-Skizze)

Leistungsgrenzen (Scope-Schutz):

  • Maximal 2 Optionen (optional plus „Nichtstun“)
  • Keine Szenarien-/Sensitivitätsanalyse im Vollumfang (nur Hinweise, falls relevant)
  • Maximal 1 Abstimmungstermin und 1 kurze Review-Schleife
  • Keine Fachplanung/Gutachten/Antragstexte; keine Rechts-/Steuerberatung

Paket M: Entscheidungsvorlage (strukturiert)

Ziel: Prüffähige Entscheidungsgrundlage mit Optionenmatrix, Kriterien, Szenarien/Sensitivitäten und 30/60/90-Fahrplan.

Geeignet für: Entscheidungen mit mehreren Optionen und klarer Umsetzungsrelevanz.

Deliverables (verbindlich):

  • Dokument als PDF plus editierbares Format (DOCX oder gleichwertig)
  • Executive Summary (Kernaussage, Empfehlung, No-Go-Kriterien, nächste Schritte)
  • Optionenmatrix: bis max. 4 Optionen (optional plus „Nichtstun“)
  • Kriterienkatalog + Bewertungslogik (Standard: qualitativ; Begründung je Kriterium/Option)
  • Szenarien: Best/Base/Worst (oder gleichwertig) + Sensitivitäten (Kipppunkte)
  • Risikobild (orientierend): Hauptrisiken, Abhängigkeiten, kritische Voraussetzungen
  • Annahmen und Grenzen (explizit)
  • 30/60/90-Tage-Fahrplan (Maßnahmen, Rollen, Meilensteine, Entscheidungspunkte)
  • 1 Review-Schleife (inhaltlich)

Leistungsgrenzen (Scope-Schutz):

  • Optionenzahl und Kriterienumfang werden im Kickoff festgelegt; Erweiterungen nur per Change Request
  • Standard: 1 Review-Schleife; zusätzliche Reviews nur nach Vereinbarung

Paket L: Entscheidungsvorlage (mit Umsetzungsüberleitung)

Ziel: Wie Paket M, zusätzlich mit belastbarer Überleitung in Projektstart und Umsetzungsorganisation.

Geeignet für: Entscheidungen mit hoher Tragweite, mehreren Stakeholdern und Umsetzungsdruck.

Deliverables (zusätzlich zu Paket M):

  • Umsetzungsüberleitung: Startpaket (Kickoff-Agenda, Rollen-/RACI-Entwurf light, Meilenstein-/Entscheidungspunkte-Set)
  • Optional: komprimierte Präsentationsfassung (nur wenn vereinbart)
  • Optional: 2. Review-Schleife (nur wenn vereinbart)

Preisrahmen

Paket S – Entscheidungs-Check (Einstieg): 990–1.490 € netto (zzgl. USt.).

Paket M/L – Entscheidungsvorlage (typisch): 2.900–5.900 € netto (zzgl. USt.).

Der konkrete Preis wird als Festpreis angeboten, sobald Scope, Optionenzahl und Review-Schleifen im Kickoff feststehen.
Bei erweitertem Umfang oder Express-Termin gilt eine separate Festpreisvereinbarung.

Wovon der Preis konkret abhängt

  • Anzahl Optionen (Paket M: maximal 4 plus optional „Nichtstun“)
  • Kriterienumfang und Bewertungslogik (qualitativ vs. Score/Gewichtung)
  • Datenlage (Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Unterlagen)
  • Szenarien-/Sensitivitätsumfang und Risikobetrachtung
  • Abstimmungsumfang (Reviews/Termine) und Dringlichkeit (Standard vs. Express)
  • Zusatzartefakte (z. B. Präsentationsfassung), sofern vereinbart

Upgrade-Regel (empfohlen): Wenn Sie im Anschluss Paket M oder L beauftragen, wird 50 % des Entscheidungs-Checks angerechnet.

Ablauf

  1. Kickoff / Auftragsklärung: Entscheidungsfrage, Zielbild, Scope, Optionenzahl, Kriterien, Lieferformat, Review-Regeln, Dringlichkeit.
  2. Options- und Kriterienfestlegung: Definition der Optionen und des Kriterienkatalogs (inkl. Bewertungsformat).
  3. Ausarbeitung: Optionenmatrix, Bewertung, Szenarien/Sensitivitäten, Annahmen/Grenzen, 30/60/90-Fahrplan.
  4. Entwurf: Lieferung der Entwurfsfassung (v0.1) zur inhaltlichen Prüfung.
  5. Review: Einarbeitung der vereinbarten Korrekturen gemäß Review-Regel.
  6. Finalisierung: Abgabe der finalen Version (v1.0) als Entscheidungsunterlage.

Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Damit die Entscheidungsvorlage effizient und prüffähig erstellt werden kann, stellt der Auftraggeber mindestens bereit:

  • Entscheidungsfrage und Zielbild (2–5 Sätze)
  • Restriktionen: Zeitachse, Budgetrange (falls vorhanden), Ressourcen/Constraints
  • Vorhandene Unterlagen/Daten (z. B. Angebote, Eckwerte, Prozessbeschreibung)
  • Stakeholder/Entscheiderkreis (Rollen) und gewünschter Entscheidungszeitpunkt
  • Bekannte Optionen (falls vorhanden) oder Zustimmung zur gemeinsamen Optionsdefinition

Fehlende oder verspätete Mitwirkung wird als Annahme/Limitierung dokumentiert und kann Termin und Ergebnisqualität beeinflussen.

Scope-Schutz und Change Requests

Folgende Änderungen gelten als Change Request und werden vor Umsetzung in Aufwand/Preis bewertet und nur nach Freigabe umgesetzt:

  • Zusätzliche Optionen über die vereinbarte Maximalzahl hinaus
  • Neue Kriterienblöcke oder wesentliche Änderung der Bewertungslogik
  • Zusätzliche Szenarien/Sensitivitäten oder erweiterte Risiko-/Abhängigkeitsanalysen außerhalb des vereinbarten Umfangs
  • Zusätzliche Review-Schleifen oder zusätzliche Termine
  • Zusätzliche Artefakte (z. B. Präsentationsfassung), sofern nicht vereinbart
  • Neue Datenräume/Unterlagen, die eine grundlegende Neubewertung erfordern

Lieferformate und Versionierung

  • Standard: PDF
  • Zusätzlich ab Paket M: editierbares Format (DOCX oder gleichwertig)
  • Versionen: v0.1 (Entwurf), v1.0 (final) mindestens
  • Dateibenennung: Projektname_Entscheidungsvorlage_vX.Y_YYYY-MM-DD

Abnahme- und Qualitätskriterien (Checkliste)

Die Leistung gilt als abnahmefähig, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Entscheidungsfrage, Scope und Abgrenzung sind explizit dokumentiert.
  • Executive Summary ist enthalten und konsistent zu Optionen und Bewertung.
  • Optionenmatrix ist vollständig (Optionen, Voraussetzungen, Pro/Contra, Hauptrisiken).
  • Kriterienkatalog und Bewertungsbegründungen je Kriterium/Option sind enthalten.
  • Szenarien und Sensitivitäten sind dokumentiert (Paket M/L; bei Paket S nur Hinweischarakter).
  • Annahmen und Grenzen sind explizit ausgewiesen.
  • 30/60/90-Tage-Fahrplan liegt vor (Paket S als 30-Tage-Skizze, Paket M/L als 30/60/90).
  • Review-Regel wurde eingehalten (Anzahl Reviews, Umfang).
  • Formale Konsistenz: Version, Datum, saubere Begriffsverwendung, nachvollziehbare Gliederung.

Abgrenzung und Haftungsreduzierung

Die Entscheidungsvorlage ist eine Entscheidungsunterstützungsleistung. Sie ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Förderrechtsberatung,
keine verbindliche Auskunft von Behörden/Bewilligungsstellen und keine Fachplanung/Gutachten, soweit dies nicht explizit beauftragt wurde.

  • Keine Rechtsberatung, keine steuerliche Beratung, keine Zusage über Bewilligungen oder Rechtskonformität.
  • Bewertungen beruhen auf bereitgestellten Informationen und dokumentierten Annahmen; Unsicherheiten werden explizit ausgewiesen.
  • Entscheidungen verbleiben beim Auftraggeber; die Vorlage liefert die strukturierte Grundlage dafür.

Anfrage

Für ein Festpreisangebot benötigen wir:

  • Entscheidungsfrage und Zielbild
  • Zeithorizont und Restriktionen (Budget, Ressourcen, Fristen)
  • Stakeholder/Entscheiderkreis
  • Bekannte Optionen (falls vorhanden)
  • Verfügbare Unterlagen/Daten
  • Gewünschtes Paket: S (Entscheidungs-Check), M (strukturiert) oder L (mit Umsetzungsüberleitung)

Zur Kontaktseite

Beispiel: Optionenmatrix (ohne Marken/Anbieter)

Entscheidungsfrage (Beispiel):
Welchen Systemtyp nutzen wir künftig als zentralen Online-Wissensspeicher inklusive Rechteverwaltung, Diskussion/Kommentare und einfachem Projektmanagement?

Hinweis: Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung. In einer echten Entscheidungsvorlage werden Scope, Annahmen/Grenzen
und (falls beauftragt) Stichtag und Quellenlage explizit dokumentiert.

Option Kurzbeschreibung Voraussetzungen Nutzen (Ergebnis) Aufwand/Kostenbild Hauptrisiken Pro Contra No-Go-Kriterien Abhängigkeiten
0: Status quo (kein System) Dateien/Infos bleiben verteilt (E-Mail, lokale Ordner, Messenger), keine zentrale Struktur Keine Keine konsistente Wissensbasis, geringe Nachvollziehbarkeit Kurzfristig geringer Aufwand; langfristig hoher Zeitverlust Wissensverlust, Doppelarbeit, Sicherheitslücken, ineffiziente Abstimmung Kein Einführungsaufwand Hohe Opportunitätskosten, unprofessionelle Arbeitsweise Wenn Vertraulichkeit, Teamarbeit oder Projektsteuerung relevant sind Abhängig von Einzelpersonen und Zufall
1: Cloud-Office-Suite (integriert) Dokumente + Chat/Meetings + Aufgaben in einer integrierten Cloud-Umgebung Lizenzierung, Rollen- und Rechtekonzept, Grundkonfiguration „Alles an einem Ort“: Dokumente, Kommunikation, Aufgaben Laufende Lizenzkosten + Einführungs-/Strukturierungsaufwand Governance/Struktur wird unterschätzt; Kosten/Module können wachsen Schnell startbar, hohe Nutzerakzeptanz Gute Ergebnisse nur mit sauberer Struktur und Verantwortlichkeiten Wenn Cloud-Nutzung organisatorisch nicht zulässig ist Abhängigkeit vom Lizenz- und Plattformmodell
2: Self-Hosting-Plattform (Dateien + Kollaboration) Eigene Plattform (oder Hosting-Partner): Dateien, Freigaben, ggf. gemeinsames Bearbeiten Betreiberverantwortung (Updates/Backups), IT-Partner oder Admin Hohe Datenhoheit, flexible Rechte, gute Link-/Ordnerlogik Hosting/Server + laufender Betrieb + Einmalsetup Betreiberrisiko (Sicherheit/Updates), Performance, Verfügbarkeit Hohe Kontrolle und Anpassbarkeit Betrieb muss professionell organisiert sein Wenn Betrieb/Updates nicht verbindlich geregelt sind Abhängigkeit vom Hosting/IT-Partner
3: Wiki + Ticket-/Aufgabensystem Wissen strukturiert im Wiki, Aufgaben/Projekte über Tickets/Boards Einführung, Rollen, konsequente Pflege, klare Informationsarchitektur Sehr gute Nachvollziehbarkeit, klare Dokumentations- und Projektlogik Lizenzen/Hosting + Einführungsaufwand; laufende Pflege notwendig Überforderung kleiner Teams; „Tool wird nicht gepflegt“ Professionell, skalierbar, auditierbar Change-Management nötig; sonst versandet es Wenn keine Verantwortlichkeit für Pflege/Struktur existiert Abhängigkeit von Tooldisziplin und Prozessführung
4: Projekt-/Engineering-Plattform (versioniert) Versionierung, Wiki, Aufgaben, Änderungen nachvollziehbar (starker Audit-Trail) Akzeptanz für strukturierte Workflows, klare Regeln, Onboarding Maximale Nachvollziehbarkeit, klare Änderungshistorie Einführung/Onboarding + Betrieb; Nutzen steigt mit Reifegrad Akzeptanzproblem bei Nicht-Technikern; Overhead Sehr sauber dokumentierbar, ideal für komplexe Projekte Für reine Office-Nutzung oft „zu schwer“ Wenn die Mehrheit das Tool nicht akzeptiert Abhängigkeit von interner Toolkultur

Wie liest man die Matrix?

  • Voraussetzungen: Was muss zwingend vorhanden sein (z. B. Betrieb/Administration, Lizenzen, Rollen).
  • Hauptrisiken: Typische Gründe, warum eine Option scheitert.
  • No-Go-Kriterien: Klare Abbruchkriterien, bei denen die Option ausscheidet.

Beispielhafte Empfehlung (nur zur Veranschaulichung)

Empfehlung: Option 1 (Cloud-Office-Suite), wenn schnelle Einführung und hohe Nutzerakzeptanz priorisiert werden.
Option 2 (Self-Hosting), wenn Datenhoheit im Vordergrund steht und Betrieb/Updates verbindlich geregelt sind.
Option 3/4, wenn Nachvollziehbarkeit und Projektlogik zentral sind und das Team die notwendige Disziplin mitbringt.